WordPress.org in acht Schritten

Endlich, endlich habe ich mich ins WordPress.org eingelesen und meine eigene Website erstellt. Noch vor ein paar Tagen hatte ich meine Mühe mit Begriffen wie Hosting und Plugins, nun staune ich, wie schnell und einfach das geschah. Falls auch Du mit Wordpress.org liebäugelst, habe ich für Dich diese 8-Schritte-Anleitung geschrieben.

Mit den ersten vier Schritten, beschreibe ich wie Du WordPress.org installierst und Deine Website sozusagen ins Netz bringst (publizierst). Mit den letzten vier Schritten beschreibe ich, was Du als erstes mit der Wordpress-CMS (das ist die Software mit der Du u.a. Inhalte wie Text und Bilder auf Deiner Website verwalten kannst) machst und wie Du die ersten Einrichtungen Deiner brandneuen Website vornimmst.

(Falls Du noch unsicher bist, ob WordPress.com oder WordPress.org das Richtige für Dich ist und was überhaupt die genauen Unterschiede sind, findest Du hier eine tolle Übersicht: com vs. org. Für mich war klar, dass ich etwas individuellere Themes (vgl. Schritt 6) und breite Funktionalität (mittels Plugins, vgl. Schritt 7) will, deshalb hab ich mich für WordPress.org entschieden.)

WordPress installieren

1. Als allererstes musst Du Deinen Domain-Namen (das ist die Adresse Deiner Website zB. www.ellengirod.ch) ausdenken und registrieren. Einfachheitshalber empfehle ich, die Domain und das Hosting beim selben Hosting-Provider zu registrieren und kaufen. (Mehr dazu im nächsten Schritt.)

2. Webhosting bei einem Hosting-Provider Deiner Wahl kaufen. Damit verkauft Dir der Provider sogenanntes Webspace auf seinem Server. Webspace kannst Du Dir als eine Art Wohnung für Deine Website im Netz vorstellen. Anfangs sollte Dir ein Hosting-Plan mit ca. 25GB und 10MSQL ausreichen, danach kannst Du jederzeit upgraden. (Ich hab meine Domain und Hosting bei www.cyon.ch registriert und gekauft. Achte bei der Wahl des Providers unbedingt drauf, dass eine 1-Klick-Installation für WordPress vorhanden ist, das ist bei meisten Providern mittlerweile der Fall. Mehr dazu im Schritt 4.)

3. Deine eigene Emailadresse (zb. info@ellengirod.ch) anlegen und auf einem Client (z.B. Outlook) einrichten. Mit cyon.ch gelang mir das mit wenigen Klicks dank deren sogenanntem Email-Zauberer.

4. WordPress-Software installieren: Hierfür gibt’s zwei Optionen. A) WordPress-Software manuell auf den Server laden, dies geschieht mittels FTP (Filezilla) und der Anleitung von WordPress (https://codex.wordpress.org/Installing_WordPress) oder einer Anleitung von Deinem Provider. B) Eine viel einfachere und schnellere 1-Klick-Installation, welche die meisten Providern anbieten. In meinem Fall, installierte ich die WordPress-Software mit dem Scriptcenter von cyon.ch in wenigen Minuten und fühlte mich danach wie eine Heldin. ;-)
Nach erfolgreicher Installation, solltest Du Deine neugeborene Website unter Deiner Domain bestaunen können. Bei mir sah sie so aus:

Meine Website nach der Installation

Meine Website nach der Installation

Nun ist die WordPress-Software installiert und Deine Website hat das Licht des Netzes erblickt. Wir kommen zum eigentlichen Fun-Part: Einrichten und gestalten Deiner Website.

Erste Schritte mit dem WordPress-CMS

5. Das erste, dass Du auf Deiner frischgebackenen Website tun kannst, ist die Datenbank zu aktualisieren. Sieht so aus:

Erste Schritte mit dem CMS: Daten aktualisieren

Erste Schritte mit dem CMS: Daten aktualisieren

6. Danach das geeignete Theme auswählen oder kaufen. Theme ist sozusagen die „Haut“ Deiner Website, welche ihre Design und Funktionen bestimmt. Auswählen kannst Du aus WordPress-eigenen Themes, wirst Du dort nicht fündig, gibt es auf http://themeforest.net/ eine viel breitere Auswahl. Nach dem Kauf auf Themeforest, kannst Du die noch gezippte Datei einfach ins WordPress-CMS drag&droppen und schon steht Dir Dein neues Theme zur Auswahl. Nun klickst Du noch auf „aktivieren“ und schon kannst Du das gewählte Theme bearbeiten und mit Inhalten füllen.

7. Nach der Theme-Aktivierung musst Du als erstes die für das Theme notwendigen und empfohlenen Plugins  installieren. Plugins (engl. einstöpseln, anschliessen) sind Software-Erweiterungen, die Deiner Website zusätzliche Möglichkeiten bieten. Es gibt endlos viele (t.w. auch zahlungspflichtige) Plugins auf WordPress (https://de.wordpress.org/plugins/), welche nach Bedarf später dazu installiert werden können.
Nach der Theme-Aktivierung zeigt Dir WordPress sofort an, welche Plugins für Dein neues Theme notwendig und welche nice-to-have sind:

Theme-spezifische Plugins

Theme-spezifische Plugins

Nach dem Du auf „Begin installing plugins“ geklickt hast, vergehen ein paar Minuten und Du musst diese Plugins nur noch aktivieren. Du hast es geschafft! Nun kannst Du mit dem Einrichten der Website und später dann mit dem Verfassen der ersten Posts loslegen.

8. Ev. willst Du nicht, dass Dir alle dabei zuschauen, wie Du an Deiner neuen Website rumexperimentierst. Hierfür kannst Du eine „Coming soon“-Page einrichten. Diese wird vorübergehend Deinen Besuchern gezeigt (im Front-End). Währenddessen kannst Du in aller Ruhe im Back-End an Deiner Website arbeiten und z.B. verschiedene Darstellungen, Grafiken und Designs ausprobieren. Sobald Du fertig bist, kannst Du die „Coming soon“-Page wieder entfernen und mit Deiner brandneuen Website live gehen. Für solche „Coming soon“-Pages gibt es zahlreiche Plugins. Such mal unter: https://de.wordpress.org/plugins/ nach „coming soon“ oder „under construction“. Die meisten Plugins sind zwar responsive (d.h. das Design passt sich dem kleinen Smartphone-Bildschirm an), dennoch ist es wichtig bei der Wahl des Plugins auf dieses Kriterium zu achten. Ich selber habe ein Plugin von SeedProd installiert, weil es gute Bewertungen hatte.

Meine "Coming soon"-Page

„Coming soon“-Page

Et voilà.

Deine Website bzw. ihr Grundgerüst steht. Jetzt kannst Du das Design anpassen und Deine Gedanken und Interessen mit dem Internet teilen. Viel Freude dabei! War dieser Beitrag hilfreich? Hast Du noch Fragen? Melde Dich mit einem Kommentar unten, ich freue mich auf Deine Rückmeldung!

PS:

Es gibt noch zwei Downloads welche WordPress empfiehlt. Ich hab die installiert, aber in meinem Fall (noch) nicht gebraucht. Du kannst diese auch später installieren, hier ist es somit rein zur Info für Dich:

  • FTP Client einrichten: Das ist sozusagen das Tool um die Website und diverse Inhalte im Internet zu publizieren. Ich habe filezilla-project.org eingerichtet und bin der Schritt-für-Schritt-Anleitung meines Hosting-Anbieters (cyon) gefolgt. Alternativ zur 1-Klick installation, lässt sich so eine Verbindung zum Webserver (mit filezilla-project.org) aufbauen und dann Daten auf den Server übertragen.
  • Eine Texteditor-Software downloaden. WordPress schlägt einige vor: https://codex.wordpress.org/Glossary#Text_editor Ich habe mich für Brackets entschieden, da es online gute Bewertungen hatte und als eins der ersten im Alphabet war. ;-)
Ellen Girod

Ellen Girod ist eine freie Journalistin und Mutter. Sie fühlt sich geschmeichelt, wenn man sie als "Gluggere" bezeichnet. Unter chezmamapoule.com entsteht gerade ihr Blogazine.

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